
ICSI / Mikroinjektion

Zygote (befruchtete Eizelle)

Embryo vor Transfer
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IVF / ICSI
Es gibt je nach Ausgangssituation verschiedene Therapieschemata, die für Sie geeignetste wird eingesetzt. In den meisten Fällen wird das sog. lange Protokoll eingesetzt. Etwa eine Woche nach Eisprung, also ca. am 21. Zyklustag (bei 28-tägigem Zyklus) wird eine Behandlung begonnen um Ihren (Geschlechts-) Hormonhaushalt ruhigzustellen ("runterzufahren"). Dafür ist eine tägliche Injektion eines Agonisten unter die Haut (subkutan) notwendig (Nach entsprechender Instruktion wird das Mittel in der Regel von der Frau selbst oder ihrem Partner gespritzt).
Nach ca. 12 Tagen täglicher Anwendung und nach Auftreten einer Blutung wird mittels Ultraschall und Blutuntersuchung (Blutentnahme) kontrolliert ob der erwünschte Effekt dieser Behandlung eingetreten ist. Danach werden diese täglichen Injektionen (ev. in verminderter Dosis) weitergeführt, zusätzlich wird aber zur Stimulation (Anregung) der Eierstöcke ein Hormon (HMG oder FSH) in Form einer zweiten täglichen Subkutanspritze gegeben.
Dieses Hormon soll in Ihren Eierstöcken das Heranreifen mehrerer Eibläschen bewirken. Nach einigen weiteren Tagen Stimulation mit HMG wird die Reaktion Ihrer Eierstöcke mittels Vaginalultraschall kontrolliert. Dabei wird untersucht wieviele Eibläschen (Follikel) herangewachsen und gemessen wie gross diese (in Millimetern) sind. Meist muss noch einige Tage weiterstimuliert und nochmals kontrolliert werden bis die grössten Eibläschen "reif" sind (d.h. einen Durchmesser von an die 20 mm aufweisen).
Sobald die Follikel "reif" sind, wird der Eisprung durch eine letzte s.c. Spritze von HCG (Schwangerschaftshormon) ausgelöst. Ziemlich genau 36 Stunden nach der HCG-Injektion erfolgt die Eizellentnahme durch Follikelpunktion(en). Diese werden im Operationssaal von FERTILITAS (nur durch eine Tür vom IVF-Labor getrennt) vorgenommen. Dabei werden unter Ultraschallsicht durch die Scheide alle grösseren Follikel punktiert und deren Inhalt (Follikelflüssigkeit mit Eizelle) abgesogen. Die Follikelpunktion (FP) dauert etwa 10 Minuten und ist mit Schmerzen verbunden. Zur Schmerzbekämpfung wird deshalb ein stark wirkendes Schmerzmittel gegeben. Sofort nach der FP werden die Follikel-flüssigkeiten auf Eizellen untersucht. Bei uns erfahren Sie bereits nach wenigen Minuten, wieviele Eizellen gewonnen werden konnten. Nach der FP ruht die Frau noch ca. 30 Minuten, bevor sie in Begleitung nach Hause kann. Alle geeigneten ("reifen") Eizellen werden anschliessend in unserem Labor in vitro befruchtet. Nach ca. 20 Stunden wird das Paar telefonisch informiert, wieviele Eizellen befruchtet werden konnten. Im allgemeinen werde 2 Zygoten weiterentwickelt.
Ueber diese Anzahl hinausgehende befruchtete Eizellen werden zumeist, wie im Voraus festgelegt, kryokonserviert ("eingefroren") und stehen für allfällige zukünftige Versuche zur Verfügung. Selten kann es auch passieren, dass sich keine Eizelle befruchten liess.
Ca. 48 Stunden nach der Follikelpunktion erfolgt der Embryotransfer (ET). Dabei werden Ihre Embryonen in ganz wenig Nährlösung durch ein dünnes und weiches Schläuchlein (den ET-katheter) durch die Scheide und den Muttermund vorsichtig in die Gebärmutter gespült.
Dieser Schritt der Behandlung ist wie beim Probetransfer schmerzlos. Nach dem Embryotransfer bleiben Sie 30 Minuten liegen und entspannen sich. Die Wunscheltern erhalten ein Foto ihrer Embryonen. Sie werden nochmals über das empfohlene Verhalten nach dem ET instruiert, es wird eine Nachbehandlung zur Erleichterung der Einnistung der Embryonen in der Gebärmutter verschrieben: Vaginalkügelchen mit Gelbkörperhormon und ev. nochmals 3 Spritzen niedrigdosiertes HCG.
Jetzt wird auch das Datum für den Schwangerschaftstest festgelegt. Sie erhalten direkte Telefonnummern über die Sie mich bei Problemen erreichen können.
Viel Glück! |